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Petra Dünges

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Kinder- und Jugendliteratur aus dem Arabischen, Übersetzungen


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Letzte Änderung: 8. April 2018

Mein Profil im Bereich der arabischen Kinder- und Jugendliteratur und der illustrierten Literatur für Erwachsene

Ill.: 
Die unterdrückte Prinzessin,
Autor: Radschi Anait/ Illu.: Helmi el-Touni, Dar al-Shorouk, Kairo Die unterdrückte Prinzessin. Ragy Enayat, Ill.: Helmi el-Touni.
© Dar al-Shorouk

Mit der arabischen Kinder- und Jugendliteratur beschäftige ich mich schon seit mehr als zwanzig Jahren. Ich mache anspruchsvolle arabische Kinderliteratur ausfindig, die auch für Kinder im deutschsprachigen Raum interessant ist, und übersetze sie ins Deutsche. Das erste solche Kinderbuch erschien bereits 1994 beim Verlag Edition Orient, nämlich: Die Stadt, wo man sagt: "Das ist wunderschön". Dieses Bilderbuch ist, soweit ich sehe, das erste im Original in Arabisch geschriebene Kinderbuch aus einem arabischen Land, das in einer deutschen Ausgabe vorliegt. Besonders reizvoll ist für mich bei der Übersetzung von Bilderbüchern die Frage, wie man den Zusammenhang zwischen Bild und Text auch bei der Übertragung wahren kann.

Die Erfahrungen, die ich bei der Übersetzung von Bilderbüchern für Kinder gesammelt habe, nutze ich seit kurzer Zeit auch zur Übersetzung von illustrierter Literatur für Erwachsene. Zu einem deutsch-französischen Publikationsprojekt habe ich im Auftrag des Goethe-Instituts Kairo folgende Übersetzungen beigetragen: aus dem Arabischen je ein Comic von Messaha (Irak) und Ahmed Abd El Mohsen (Ägypten), aus dem Englischen ein Comic von Flyin' dutchman (Jordanien). Aus dem Arabischen habe ich zudem den ersten Teil der Graphic Novel Die Wohnung in Bab El-Luk von Donia Maher (Ägypten) übersetzt, die ebenfalls ein Teil dieses Projektes ist; dieser erste Teil ist im Original in Hocharabisch verfasst und mit innovativen Illustrationen von Ganzeer (Ägypten) versehen. Der wesentlich kürzere zweite Teil dieser ungewöhnlichen Graphic Novel wurde von Ahmed Nady (Ägypten) im Stile eines klassischen Comic-Strips illustriert; dieser Teil wurde von Rafael Sanchez in Absprache mit mir aus dem ägyptischen Dialekt übersetzt. Jonathan Guyer nennt in seinem Artikel The Case of the Arabic Noirs in The Paris Review die Geschichte The Apartment in Bab El-Louk "a hard boiled graphic novella". Marcia Lynx Qualey führt in ihrem Blog Arabic Literature (in English) ein Interview mit dem Illustrator Ganzeer: Ganzeer on the Visual Language of The Apartment in Bab El-Louk. Sie denkt dabei an ein "fabulous noir poem" und der Illustrator sagt." Donia’s text [...] could not be categorized as a novella, because you don’t have that kind of narration that is typical of stories. It reads more like a reflective prose of some sort. Which I feel required a similar visual language to match it, and one in which the text would be very much be a part of the image." Diese Geschichte ist im Jahr 2013 im arabischen Original bei Dar Merit in Kairo erschienen und 2015 mit dem Kahil Award for Best Graphic Novel ausgezeichnet worden. Im Jahr 2017 ist sie in englischer Übersetzung von Elisabeth Jaquette als The Apartment in Bab El-Louk bei Darf Publishers in London erschienen. Marcia Lynx Qualey hat diese Ausgabe bei qantara besprochen. Maja Ueberle-Pfaff hat diese Besprechung ins Deutsche übersetzt und dabei die Zitate aus der englischen Übersetzung durch Zitate aus der deutschen Übersetzung ersetzt, die für das Goethe-Institut erstellt wurde. Ich stimme im Wesentlichen mit der Beurteilung des Buches durch Marcia Qualey überein. Zudem finde ich es bemerkenswert, dass der englische Verlag das Format des Buches gegenüber dem Original erheblich verkleinert hat, was zu einer Vermehrung der Seitenzahl führte, und dass er nicht versucht hat, das Lettering dem Original anzugleichen. Diese Änderungen sind sehr bedauerlich, denn dadurch wurde der subtile Zusammenhang von Text und Bild in vielen Fällen zerstört, der typisch für das arabische Original ist.

Ich habe gute Kontakte zu arabischen Schriftstellern, Illustratoren und Verlagen und bin Mitglied der Deutsch-Arabischen Freundschaftsgesellschaft DAFG, der Deutsch-Jemenitischen Gesellschaft DJG, im Verband der Literaturübersetzer VdÜ und im Arbeitskreis für Jugendliteratur AKJ.

Kinderbücher in meiner Übersetzung werden gern für zweisprachige Lesungen eingesetzt, beispielsweise bei der ersten arabisch-deutschen Kinderlesung in der Berliner Tucholsky Buchhandlung des Projekts Wir machen das jetzt. Begegnungsort Buchhandlung, das Unterstützung bei der Organisation von Lesungen und Gesprächen mit Deutschen und Geflüchteten in Buchhandlungen und Bibliotheken anbietet.

Das Gutenberg Museum Mainz und die Internationale Jugendbibliothek München haben mich beauftragt, für sie arabische Kinder- und Jugendbücher zu sammeln.

Ich biete einen verlagsübergreifenden Überblick über auf Deutsch vorliegende Kinder- und Jugendbücher aus dem Arabischen auf meiner Empfehlungsliste Arabische Kinderbücher in deutscher Übersetzung.

In den Jahren 2017 und 2018 erschienen Gedichte für Kinder in meiner Übersetzung aus dem Arabischen im Arche Kinder Kalender. Dieser mehrsprachige Wochenkalender, der von der Internationalen Jugendbibliothek München herausgegeben wird, versammelt Gedichte und Illustrationen aus aller Welt, wobei Übersetzungen ins Deutsche immer vom Original begleitet werden. Ab 2019 erscheint dieser Kinderlyrikkalender als Der Kinder Kalender bei der Edition Momente. Auch 2019 gibt es wieder ein arabisches Gedicht in meiner Übersetzung in diesem Kalender. Die Autoren und Illustratoren dieser Gedichte sind: 2017: Najla Jreissati Khoury und Hiba Farran; 2018: Salah Jahine und Walid Taher; 2019: (anonym) und Hiba Farran.

Bislang sind vier Bilderbücher mit Texten folgender Autorinnen und Autoren in meiner Übersetzung aus dem Arabischen erschienen: Fauziya Raschid (Bahrain), Samira Schafik (=Samira Shafik) (Ägypten), Walid Taher (Ägypten), Fuad Qa'ud (Ägypten) und Rania Zaghir (Libanon). Alle Bücher erschienen zuvor in arabischen Verlagen, ihre Übersetzung aus dem Arabischen erschien mit den Originalillustrationen in zweisprachigen arabisch-deutschen Ausgaben im Verlag Edition Orient in Berlin. Sie sind bebildert von den Illustratoren Fuad al-Futaih (Jemen), Racelle Ishak (Libanon), Ihab Schakir (=Ihab Shaker) (Ägypten) und Walid Taher (Ägypten).

Von Wer hat mein Eis gegessen? liegen bei Edition Orient zweisprachige Bilderbuchausgaben in mehreren Sprachkombinationen und ein mehrsprachiges Hörbuch vor, die alle auf meiner Übersetzung aus dem arabischen Original ins Deutsche basieren. Produziert wurde das Hörbuch im Projekt Lilo Lausch der Stiftung Zuhören in Kooperation mit dem Hessischen Rundfunk (HR2 kultur) und der Vodafone Stiftung Deutschland.

In der Wikipedia findet sich ein Artikel über Edition Orient. Die zweisprachigen Kinderbücher dieses Verlags werden in der Sendung Bullerbü wird elektrifiziert. Kinderbücher zwischen bürgerlicher Tradition und digitaler Zukunft von Anette Selg im Deutschlandradio Kultur als Beispiele positiver Neuentwicklungen in der deutschsprachigen Kinderbuchliteratur erwähnt.

Für den ägyptischen Verlag Dar al-Shorouk habe ich Kinderbücher von Abdelwahab Elmessiri und Radschi Anait ins Deutsche übersetzt, die von der Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika deutschsprachigen Verlagen zur Veröffentlichung empfohlen werden. Die Bücher sind illustriert von Safaa Nabaa und Helmi el-Touni (Ägypten).

Ill.: Die Zucchini-Geschi
chte,
Autor: Samah Idriss, / Ill.: Jasamin Naschaba Taan, Dar al-Adab, Beirut Die Zucchini-Geschichte. Samah Idriss, Ill.: Jasamin Naschaba Taan.
© Dar al-Adab

Im Jahr 2017 ist in Nummer 55 der politischen Zeitschrift Afkar (ISSN 1697-0403) in spanischer und französischer Sprache ein Artikel von mir über die arabische Kinderliteratur zwischen Tradition und Moderne erschienen. Afkar wird vom Institut Européen de la Méditerrranée (IEMed) herausgegeben und erscheint in Spanisch als Afkar/Ideas und in Französisch als Afkar/Idées. In spanischer Sprache hat mein Artikel den Titel: Entre tradicion y modernidad und in französischer Sprache hat er den Titel Entre tradition et modernité. Laut IEMed ist Afkar ein "quarterly journal aimed at providing ideas from a regional approach for the neighbourhood between the two shores of the Western Mediterranean and at promoting debate on the future of societies and Maghrebian and European countries in particular. Joint publication with Estudios de Política Exterior (Madrid)."

Am 9.11.2016, halte ich im Rahmen der 13. Hamburger Märchentage, die in diesem Jahr das Motto tragen Märchen aus Arabien in der Kinderbibliothek Hamburg (Kibi) einen Fachvortrag für für Bibliothekare, Erzieher, Pädagogen und Vorleser zum Thema: Kinderbücher aus der arabischen Welt in zweisprachigen Ausgaben, nicht nur für arabische Kinder.

Am 19. Mai 2016 erzählte ich im SR2 Kulturradio in einem Interview mit Jochen Marmit zum Thema der Kinder- und Jugendliteratur aus dem Arabischen und davon, wie ich zur Übersetzung arabischer Kinder- und Jugendbücher kam und wie ich bei dieser Arbeit vorgehe.

Am 19. Mai 2016 hielt ich im Rahmen der Europäischen Kinder- und Jugendbuchmesse Saarbrücken folgende Veranstaltung für Grundschullehrer, Bibliothekare und andere fachlich Interessierte: Nicht nur für arabische Kinder: Bilderbücher aus der arabischen Welt in zweisprachigen Ausgaben. Dabei stellte ich Bilderbücher der Verlage Edition Orient und Baobab Books vor, die in arabisch-deutscher Ausgabe erschienen sind. Eines davon liegt sogar in 20 Sprachen und als Inszenierte Lesung im Hörbuch vor. Diese Bücher sind in meiner Empfehlungsliste Arabische Kinderbücher in deutscher Übersetzung enthalten.
Eine gemeinsame Veranstaltung der Europäischen Kinder- und Jugendbuchmesse Saarbrücken, dem Goethe Institut Nancy und transbook im Rahmen des Projekts Qantara - Migration und Integration im Kontext von Kinder- und Jugendliteratur.

Am 17. Mai 2013 hielt ich in Saarbrücken auf dem Forum des Internationalen Kongresses: Chancen durch Mehrsprachigkeit – Kontinuität in Bildung und Ausbildung einen Kurzvortrag zum Thema Nicht nur für Migrantenkinder: Zweisprachige Bilderbücher aus dem Arabischen.

Im November 2011 habe ich im Rahmen des zweitägigen Workshops Umgang mit Kinderliteratur im Klassenzimmer: Fragen nach Mehrsprachigkeit und Übersetzungen am Germanistischen Seminar der Unversität Siegen einen Vortrag zum Thema Zweisprachige Bilderbücher aus dem Arabischen: Ein Bericht aus der Praxis einer Übersetzerin gehalten. Organisatorinnen des Workshops: Gesa Siebert-Ott, Jana Mikota, Sabine Planka (alle von der Unversität Siegen).

Im Juni 2011 habe ich im Rahmen des zweitägigen Workshops Mehrsprachigkeit und Kinderliteratur an der Unversität Mannheim einen Vortrag zum Thema Zweisprachige Bilderbücher aus dem Arabischen: Ein Bericht aus der Praxis einer Übersetzerin gehalten. Organisatorinnen des interdisziplinären Workshops: Bettina Kümmerling-Meibauer (Universität Tübingen), Ira Gawlitzek (Universität Mannheim), Rosemarie Tracy (Universität Mannheim).

Im September 2010 habe ich in Marburg auf dem 31. Deutschen Orientalistentag in der Sektion Arabistik, Literarisches Übersetzen Arabisch-Deutsch einen Vortrag zum Thema Arabische Kinderliteratur und ihre Übersetzung ins Deutsche gehalten. Der Vortrag wurde vom Deutschen Übersetzerfonds unterstützt.

Ich schreibe regelmäßig Artikel zum Thema der arabischen Kinder- und Jugendliteratur, so bei der Internationalen Jugendbibliothek in München, bei diversen Fachzeitschriften zur Kinderliteratur und bei der ZEIT.

Im Januar 2011 erschien mein Artikel Arabic Children’s Literature Today: Determining Factors and Tendencies bei PMLA, der Zeitschrift der Modern Language Association of America. (Der Download des Artikels ist nur für Abonnenten der Zeitschrift freigegeben, viele Universitäten haben ein solches Abonnement; bei Problemen mit dem Download sende ich den Artikel auf Anfrage gern gegen Unkostenbeteiligung zu.)
Dieser Artikel wurde beispielsweise in dem Kurs Writing for Children von Yasmine Motawy benutzt, der im Frühjahr 2012 am Department of Rhetoric and Composition der American University in Cairo stattfand.

Bis 3. Dezember 2006 fand in Oldenburg die Ausstellung "Sesam öffne dich, Bilder vom Orient in der Kinder- und Jugendliteratur" statt. Die Ausstellung wurde konzipiert von der Forschungsstelle Kinder- und Jugendliteratur der Universität Oldenburg und ist die Begleitausstellung der Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse KIBUM.
Als Teil dieser Ausstellung zeigte ich 21 Kinderbücher im arabischen Original und alle sieben bisher vorliegenden deutschen Ausgaben aus dem Arabischen übersetzter Kinderbücher. Im wissenschaftlichen Begleitkatalog der Ausstellung habe ich einen Artikel zum Thema Die arabische Kinderliteratur der Gegenwart: Rahmenbedingungen und Tendenzen geschrieben. In: Michael Fritsche, Kathrin Schulze (Hrsg.): Sesam öffne Dich, Bilder vom Orient in der Kinder- und Jugendliteratur, Katalog zur Ausstellung im Rahmen der 32. Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse 2006 im Stadtmuseum Oldenburg aus Beständen der Universitätsbibliothek sowie privater und öffentlicher Leihgeber, BIS-Verlag der Carl von Ossietzki-Universität Oldenburg, Oldenburg 2006, ISBN 3-8142-2034-X, ISBN 978-3-8142-2034-5

Für den Gastland-Auftritt der arabischen Welt auf der Frankfurter Buchmesse 2004 habe ich Die Zucchini-Geschichte von Samah Idriss übersetzt, die dort in einer Lesung vorgestellt wurde. Verlag: Dar al-Adab, Beirut,Libanon.

Zur Zeit promoviere ich über eine Fragestellung aus dem Bereich der Formalen Semantik natürlicher Sprache am Institut für Computerlinguistik an der Universität des Saarlandes bei Prof. Manfred Pinkal und Prof. Patrick Blackburn. Zuvor studierte ich an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. Dort erwarb ich ein Diplom in Physik bei Prof. Martin Kretzschmar an der Arbeitsgruppe für Theoretical High Energy Physics (ThEP) (zu meiner Zeit hieß das Arbeitsgebiet noch: Theoretische Elementarteilchen-Physik); daneben studierte ich Arabisch am Seminar für Orientkunde bei Prof. Heribert Horst, mit Schwerpunkt auf dem Studium der sehr logisch aufgebauten Grammatik der arabischen Sprache und der Literatur des klassischen Arabisch. Bei HBM in Darmstadt arbeitete ich drei Jahre lang als Datenbankbetreuerin und im Systemmanagement eines Clusters von 50 VAX Computern.

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